Rhein-Sieg-Kreis (dwo) – Wer beim Spaziergang in der freien Natur ein süßes Tierbaby entdeckt, das offenbar allein gelassen wurde, sollte nicht übereilt agieren und es anfassen oder sogar mitnehmen. „In den meisten Fällen ist dies nicht nur unnötig, sondern für die Jungtiere sehr gefährlich“, so Silvia Berger, Leiterin der Abteilung Tiergesundheit im Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises.
Im Frühjahr kümmern sich die Wildtiere intensiv um die Aufzucht ihres Nachwuchses. Mai und Juni sind die Geburtsmonate von Rehkitzen, die von ihren Müttern zum Schutz auf Feldern und Wiesen im hohen Gras abgelegt werden. Sie selbst halten sich von den Kitzen fern, da sie ihr „Junges“ nicht in Gefahr bringen wollen. Die Mütter kommen nur zum Säugen oder Säubern zurück.
Wenn Spaziergängerinnen und Spaziergänger also ein junges Wildtier alleine liegend auffinden, ist das in der Regel normal. Sie bleiben oft an den Boden gedrückt liegen, bis die Eltern zurückkehren. Auf keinen Fall dürfen die Tiere angefasst werden. Die Anwesenden sollten zudem den Bereich umgehend verlassen. Rehe verfügen über einen ausgeprägten Geruchssinn. Die neugeborenen Tiere haben nur einen sehr geringen Eigengeruch, um vor Feinden geschützt zu sein, und nehmen durch die Berührungen von Menschen deren Geruch an. Dies führt dazu, dass die Mütter ihre Jungtiere nicht mehr versorgen. Gleiches gilt etwa auch für Feldhasen.
Eine Ausnahme bilden frisch geschlüpfte Jungvögel. Die unbefiederten „Nestlinge“ sollten in das Nest zurückgelegt werden. Das gilt nicht, wenn es sich zum Beispiel um einen Mauersegler oder Wanderfalken handelt. Deren Nester sind teilweise einfach zu hoch und für Menschen nicht zu erreichen. Die befiederten „Ästlinge“ hingegen brauchen keine Unterstützung. Sie geben ihren Eltern ihre Position mit einem Ruf kund, so dass diese sich um ihren Nachwuchs kümmern. Es handelt sich hierbei nicht um „Hilfeschreie“, wie es manchmal übereifrige Naturbegeisterte annehmen. Dies gilt insbesondere auch für junge Eulen, die ein ausgeprägtes Ästlingsstadium haben, in dem sie schon deutlich vor Erreichen der Flugfähigkeit das Nest verlassen. Lediglich offensichtlich verletzte oder kranke Tiere sollten in eine fachkundige Auffangstation gebracht werden. Gesunde Tiere belässt man dagegen am besten direkt vor Ort oder setzt sie vorsichtig etwas erhöht auf einen Baum oder eine Hecke zum Schutz vor Raubsäugern wie Katzen.
Gerechtfertigt ist hingegen Hilfe für junge Wildtiere mit Verletzungen. Aber auch dann sollte man nicht vorschnell handeln und sich fachkundigen Rat holen. Tipps zum richtigen Verhalten gibt es beim Veterinäramt, beim nächstgelegenen Tierarzt, dem Jagdpächter oder beim Forstamt.
Wer den Wildnachwuchs aus falsch verstandener Tierliebe mitnimmt, setzt ihn großem Stress aus und bringt ihn möglicherweise in Lebensgefahr. Zu beachten ist: Wer Wildtiere aufnimmt, ist für die art-, fach- und tierschutzgerechte Aufzucht, Haltung, Unterbringung, Auswilderung und tierärztliche Versorgung verantwortlich und muss für alle Kosten aufkommen. Außerdem ist eine dauerhafte Haltung von Wildtieren verboten.
Am Freitag (24. April), gegen 18.30 Uhr, brachen Unbekannte in ein Einfamilienhaus an der Franzhäuschenstraße in Lohmar-Heide ein. Die Einbrecher klingelten vermutlich zunächst an der Haustür, um sicherzustellen, dass niemand zu Hause ist. Anschließend gingen sie zur Rückseite des Hauses, schlugen ein Loch in die Scheibe der Terrassentür und öffneten die Tür von innen.
Die Täter durchsuchten den Wohn- und Schlafbereich nach Wertgegenständen. Sie fanden einen im Schrank versteckten vierstelligen Bargeldbetrag und eine Schmuckschatulle mit Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro.
Eine Nachbarin beobachtete eine verdächtige Frau auf der Terrasse des Hauses, die möglicherweise mit dem Einbruch in Verbindung steht. Sie beschrieb die Frau als etwa 25 bis 30 Jahre alt und circa 155 cm groß. Die Unbekannte hatte eine helle Haut und war komplett schwarz gekleidet. Sie trug einen schwarzen Rucksack mit weißer Aufschrift.
Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise zu der Frau, anderen verdächtigen Personen oder Fahrzeugen geben können. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 02241 541-3121 entgegen. (Bi)
Beste Stimmung, konzentrierte Gesichter und immer wieder ein Schmunzeln am Tisch: Das vierte Doppelkopfturnier des TV Donrath am Samstag, 18. April, war ein voller Erfolg. Im Donrather Kirch Treff versammelten sich zahlreiche Kartenfreunde, um ihr Können unter Beweis zu stellen und gemeinsam einen geselligen Nachmittag zu verbringen.
Gespielt wurde in zwei Runden mit insgesamt 30 Partien. Dabei wurde nicht nur um Punkte gekämpft, sondern auch um die Gunst der Mitspieler – denn die passenden Partner mussten immer wieder neu gefunden werden. Mit viel Taktik, einer Portion Risiko und unter dem augenzwinkernden Beistand der „Doko-Götter“ sorgten Ansagen wie „Re“, „Contra“ oder auch mutige Solo-Spiele für Spannung bis zur letzten Karte.
Nach rund drei Stunden intensiven Spiels standen schließlich die Gewinner fest: Jürgen Großmann setzte sich souverän an die Spitze des Teilnehmerfeldes. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Udo Dreistein und Marion Buchholz. Der TV Donrath gratuliert allen Platzierten herzlich zu ihrer Leistung.
Neben dem sportlichen Ehrgeiz stand vor allem die Freude am gemeinsamen Spiel im Vordergrund – ein Aspekt, der das Turnier erneut zu einer rundum gelungenen Veranstaltung machte. Viele Teilnehmer äußerten bereits Vorfreude auf die nächste Gelegenheit, ihr Können am Kartentisch zu zeigen.
Ein weiteres Doppelkopfturnier ist bereits in Planung: Im kommenden Winter soll die beliebte Veranstaltung in die nächste Runde gehen.
Heute gaben sich Tanzmariechen Julia Eckert und Tanzoffizier Jona Giesen auf dem Standesamt im Stadthaus das Ja-Wort.
Natürlich wartete eine Abordnung aus KaZi-Funken und -Senatoren vor dem Eingang auf die beiden, um sie zu beglückwünschen.
Dann mussten sie noch ein paar Aufgaben bestehen, wie das Ausschneiden eines Herzens mit Nagelscheren, Durchsägen eines riesigen Baumstamms von etwa 3 cm Durchmesser und das Ausbrechen von zwei Herzen aus Schieferplatten.
Schliesslich fuhr eine Pferdekutsche vor und brachte das Brautpaar zum weiteren Feiern zum Weissen Haus in Donrath.
Hier ein paar Fotos und Videos. (nm)
| 27.04.2026: Alfter - L 183/ Bonn-Brühler-Straße Alfter - Nettekovener Straße Alfter - L 113/ Hauptstraße Wachtberg - L 123/ Adendorfer Straße Wachtberg - L 123/ Rathaussstraße Wachtberg - L 123/ Kon.-Aden.-Straße Bornheim - Brüsseler Straße Bornheim - Händelstraße Bornheim - L 300/ Kölner Landstraße Eitorf - K 27/ Am Erlenbach Eitorf - L 87/ Halfter Straße Troisdorf - Eschmarer Straße Troisdorf - L 84/ Alte Kölner Straße | ![]() |
| 28.04.2026: Niederkassel - L 269/ Heerstraße Niederkassel - Pastor-Hochherz-Straße Niederkassel - Langgasse Sankt Augustin - K 8/ Kon.-Adenauer Straße Sankt Augustin - Kölnstraße Sankt Augustin - Burgstraße Hennef - Wingenshof Hennef - L 316/ Ziethenstraße Hennef - B 8/ Königskauler Straße Neunkirchen-Seelscheid - Waldstraße Neunkirchen-Seelscheid - K 16/ Breitestraße Königswinter - L 268 Königswinter - L 143/ Siegburger Straße | 30.04.2026: Siegburg - Seidenbergstraße Siegburg - L 333/ Frankfurter Straße Siegburg - Wilhelm-Ostwald-Straße Ruppichteroth - Rose Ruppichteroth - Eitorfer Straße Ruppichteroth - L 312 Swisttal - Vorgebirgsstraße Swisttal - L 163 / Hauptstraße Swisttal - L 182 Hennef - K 40/ Auf den Hähnen Hennef - Rheinstraße Bad Honnef - Menzenberger Straße Bad Honnef - L 193/ Rhöndorfer Straße |
| 30.04.2026: Much - B 56 Much - K 35/ Dorfstraße Much - Thelenstraße Lohmar - K 34/ Bonner Straße Lohmar - Birker Straße Lohmar - K 37/ Breidter Straße Windeck - B 256/ Provinzialstraße Windeck - L 333/ Hohestraße Windeck - L 312/ Ehrenhausener Straße Wachtberg - L 123/ Adendorfer Straße Wachtberg - L 123/ Töpferstraße Wachtberg - L 123 Much - L 350 | : |
| (Quelle: Rhein-Sieg - Kreis, Foto: cc0) | |
Am Mittwochmorgen (22. April) gegen 08:00 Uhr fiel Beamten der Polizeiwache Siegburg im Rahmen ihrer Streife auf der Walterscheid-Müller-Straße in Lohmar ein Ford-Fahrer auf. Die Einsatzkräfte entschlossen sich daraufhin, den Fahrzeugführer zu kontrollieren.
Im Verlauf der Verkehrskontrolle gab der 35-jährige Mann aus Königswinter zunächst an, seinen Führerschein nicht mitzuführen. Weitere Überprüfungen ergaben jedoch, dass der Mann nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Darauf angesprochen räumte er den Vorwurf ein.
Zudem ergaben sich Hinweise auf einen möglichen Betäubungsmittelkonsum. Der 35-Jährige gab an, vor einigen Tagen Cannabis konsumiert zu haben. Ein freiwillig durchgeführter Drogenvortest verlief positiv. Hinweise auf Alkoholkonsum lagen nicht vor.
Dem Mann wurde daraufhin eine Blutprobe entnommen. Zudem untersagten die Beamten ihm die Weiterfahrt mit fahrerlaubnispflichtigen Kraftfahrzeugen. Gegen den 35-Jährigen wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie des Führens eines Kraftfahrzeugs unter Drogeneinfluss eingeleitet. (Re)
Ganz bequem durch rd. 1.000 Jahre Lohmarer Geschichte zu wandern, ermöglicht das digitale Museum des Heimatvereins Lohmar. Das geht rund um die Uhr ganz einfach mit dem Smartphone, doch ist die virtuelle Entdeckungsreise in geselliger Runde natürlich viel schöner als allein im heimischen Wohnzimmer. Das dachten sich die Mitglieder des Heimatvereins und installierten in ihrem Domizil an der Villa Friedlinde einen Großbildschirm samt Soundbar, der nun dazu einlädt, gemeinsam mit anderen Interessierten in die Lohmarer Geschichte einzutauchen.
Der Monitor war allerdings nicht ganz billig. 1.780 Euro hat der Bildschirm gekostet. Finanziert hat ihn die BürgerStiftungLohmar und den Betrag sogar noch auf 2000 Euro aufgestockt: als Präsent zum 50-jährigen Bestehen des Vereins. Mit herzlichem Dank nahmen die Vorstandsmitglieder Daniela Rauch und Wolfgang Schreer das Geschenk entgegen. „Das war uns eine Ehrensache“, betonte Stiftungsgeschäftsführerin Gabriele Willscheid, denn das digitale Heimatmuseum sei vor allem für ältere Menschen eine gute Gelegenheit, sich zu treffen und gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen nach dem Motto „Weißt du noch?“ Aber auch für Schulklassen, fügte Reiner Krämer vom Vorstand der Stiftung hinzu, sei das neue Angebot eine gute Möglichkeit, den Geschichtsunterricht zu vertiefen. „Es ist wichtig“, so die Geschäftsführerin, „dass unsere gemeinsame Vergangenheit lebendig bleibt.“
Allerdings hat das digitale Museum im Vereinshaus, geöffnet dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 17 bis 20 Uhr, noch viel mehr zu bieten. Es informiert anschaulich auch über die Arbeit des Heimatvereins, zu dem die Ausrichtung des Weihnachtsmarkts ebenso gehört wie die Renaturierung von Mooren zusammen mit Jugendlichen des Gymnasiums und die Unterhaltung von 70 Ruhebänken im Stadtgebiet sowie derzeit der aufwändige Umbau des Vereinsdomizils. Damit soll vor allem ein barrierefreier Zugang zum Archiv und den Gemeinschaftsräumen geschaffen werden. „Das ist ganz wichtig, damit auch die Älteren am Vereinsleben teilhaben können“, lobte Gabriele Willscheid, die sich beeindruckt zeigte von den „engagierten Vereinsmitgliedern, die über Jahre ihre Freizeit und ihre Leidenschaft einbringen.“ Und das seit nunmehr 50 Jahren.
Groß gefeiert wird das Jubiläum am Samstag, 11. Juli, mit einem Sommerfest am Vereinshaus. „Da sind wir bestimmt dabei“, freuen sich Gabriele Willscheid und Reiner Krämer.
Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Anlässlich des Internationalen Tag des Baumes am 25. April lohnt sich ein Blick auf die Zitterpappel, Baum des Jahres 2026. Wiewohl die Zitterpappel beim leisesten Windhauch in Schwingung kommt, ist sie nicht nur dem Augenschein nach sondern auch von ihren Eigenschaften her ein „starker“, widerstandsfähiger und lebensspendender Baum. Die Populus tremula, so der botanische Name, ist eine wahre Anpassungskünstlerin, die zahlreichen Arten einen Lebensraum bietet und den Boden verbessert. Sie wird gerne zur Wiederbewaldung angepflanzt.
„Mit ihren Eigenschaften trägt die Zitterpappel zur Biodiversität, auch im Rhein-Sieg-Kreis, bei. So sind es vor allem die Raupen seltener Falter wie der kleine Schillerfalter Apatura ilia und der Pappelschwärmer Laothoe populi, die sich von den Blättern der Zitterpappel ernähren “, erläutert Jörg Bambeck, Leiter des Amtes für Umwelt- und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises.
Die Zitterpappel ist im gesamten Rhein-Sieg-Kreis verbreitet. Unter anderem im Naturschutzgebiet Rosbachtal kann man schöne Bestände beobachten.
Die Zitterpappel wird auch Espe genannt. Der wohl bekannte Spruch „Zittern wie Espenlaub“ hat im Schwingen ihrer Blätter den Ursprung: die rundlichen bis herzförmigen Blätter mit seitlich abgeflachtem Stiel reagieren auf die kleinste Brise und beginnen zu „zittern“. Im Frühjahr erscheinen die Blüten, die männlichen Blüten als purpurfarbene und die weiblichen Blüten als grünliche Kätzchen. Hieraus entwickeln sich kleine Kapselfrüchte, deren watteartige Samen durch den Wind verbreitet werden.
Der Baum selber erreicht in der Regel eine Höhe von 15 bis 25 Metern, manchmal sogar bis 35 Meter. Die Zitterpappel hat die besondere Fähigkeit einen ganzen Organismus genetisch identischer Bäume zu bilden. Dank ihres weit verzweigten Wurzelsystems bringt sie immer wieder neue Triebe hervor, so dass ein zusammenhängender Hain entsteht.
Die „Allrounderin“ wird gerne als sogenannter Pionierbaum angepflanzt, um karge Flächen schnell zu begrünen, den Boden zu verbessern und die Winderosion in offenen Agrarlandschaft zu verringern. Aufgrund ihres schlanken Wuchses und der gelben Herbstfärbung ist die Espe ein beliebter Zier- und Alleenbaum.
Zudem befördert die Rinde des Baums die menschliche Gesundheit. Die darin enthaltenen Salicylate können traditionell gegen Fieber, Schmerzen und rheumatische Beschwerden verwendet werden. In früheren Zeiten wurden die jungen Blätter für Salate benutzt oder sie wurden als Vitamin-C-reichen Ersatz anstelle Sauerkraut fermentiert.
Öffentliche Bekanntmachung über das Abräumen von Grabstellen auf dem Friedhof Lohmar
Öffentliche Bekanntmachung der Satzung über die Vergabe von Bau-, Liefer- und Dienstleistungen der Stadt Lohmar unterhalb der Schwellenwerte gemäß § 106 GWB - Unterschwellenvergabe - vom 22.04.2026