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Es ist so etwas wie die Olympiade der Pfadfinderschaft, so etwas wie ein kleiner Weltjugendtag. Alle vier Jahre treffen sich Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus aller Welt zum „World Scout Jamboree“. Zuletzt fand das Treffen in Japan statt, diesmal im US-Bundesstaat West Virginia. Und vier junge Leute aus Lohmar sind dabei. Zusammen mit ihrem Betreuer Maximilian Wiemer reisen Verena Mohr, Leonie Leng und Sven Schumann nach Amerika. Nur einmal im Leben haben sie die Chance, an einem Jamboree teilzunehmen, denn das Alter ist auf 14 bis 18 Jahre begrenzt.

v.l.n.r.: Die Pfadfinder/-innen Verena Mohr, Maximilian Wiemer, Leonie Leng und Sven Schumann dankten Gabriele Willscheid und Dr. Johannes Bolten für den Scheck der BürgerStiftungLohmar.
v.l.n.r.: Die Pfadfinder/-innen Verena Mohr, Maximilian Wiemer, Leonie Leng und Sven Schumann dankten Gabriele Willscheid und Dr. Johannes Bolten für den Scheck der BürgerStiftungLohmar.

„Ein solche Gelegenheit darf nicht am Geld scheitern“, meint Gabriele Willscheid. Die Geschäftsführerin der BürgerStiftungLohmar hatte deshalb auch eine Spende dabei, als sie mit dem Stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Johannes Bolten die St. Georg-Pfadfinderschaft beim Johannesfest besuchte. Mit 600 Euro unterstützt die Stiftung die Lohmarer Pfadfinderschaft. Denn: „Wer jeden Tag eine gute Tat vollbringt, soll auch einmal ein kleines Dankeschön bekommen“, sagt Gabriele Willscheid, zumal: „Das Treffen dient der Völkerverständigung und ist somit ein Beitrag zu einem friedlichen Miteinander“, ist sie überzeugt.

In der Tat: Dieses große Zeltlager mit 45.000 Teilnehmenden ist gleichsam ein Spiegel der Nationen. Japan zeltet gleich neben Deutschland, Frankreich neben Spanien, England neben China und, und, und.
Da kommt es zu Begegnungen am Lagerfeuer, da entstehen Kontakte und Freundschaften, da entwickelt sich Verständnis für die Kultur der anderen. Neben Sport, Spiel und Spaß steht auch der Gedankenaustausch ganz oben auf dem Programm: Die einzelnen Pfadfinderschaften stellen in kleinen Ausstellungen ihr eigenes Land, ihren eigenen Alltag und ihre unterschiedlichen Religionen vor. So entsteht „Friendship for Life“, wie der Leitgedanke heißt. Mehr noch: Die jungen Leute, erzählt Betreuer Wiemer, müssten die Reise zum großen Teil auch selber organisieren. „Wir legen zum Beispiel fest, wie viel Sonnencreme jeder mitnehmen darf“, fügt Sven hinzu: „Es macht doch keinen Sinn, wenn alle fünf Liter einpacken“, witzelt er. „So trainieren die Jugendlichen auch wichtige soziale Kompetenzen“, lobt Gabriele Willscheid und ist zuversichtlich: Wer am Jamboree teilgenommen habe, werde Menschen anderer Nationen mit Respekt und Toleranz begegnen.

Die jungen Leute aus Lohmar haben freilich noch mehr vor. „Wenn wir schon mal nach Amerika reisen, meint Wiemer, „wollen wir anschließend auch noch Washington besuchen und die Niagarafälle besichtigen.“ „Das habt ihr euch verdient“, finden Gabriele Willscheid und Dr. Johannes Bolten und wünschten: „Gute Reise“.

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