Vereinsmitteilungen

Informationen der BürgerStiftungLohmar (Text + Fotos: BürgerStiftungLohmar)

Es ist eine Geschichte, die das Leben schrieb: Sie war noch ein kleines Kind, als der Großvater an einer seltenen, wenig erforschten Krebsart erkrankte. Seitdem hat Laura Buchwald nur noch ein Ziel vor Augen. Sie will Krankheiten erforschen in der Hoffnung, Medikamente entwickeln und möglichst vielen Menschen helfen zu können. Konsequent und strukturiert verfolgt sie seitdem ihr Ziel, dem sie mittlerweile schon ein großes Stück näher gekommen ist. Und auf dem Weg dorthin darf sich die 19-Jährige nun der Unterstützung der BürgerStiftungLohmar sicher sein. In einer kleinen Feierstunde auf Schloss Auel wurde die Abiturientin des Lohmarer Gymnasiums mit dem Studienstipendium der Stiftung ausgezeichnet, das mit einer Fördersumme von 2000 EUR, verteilt auf vier Semester, verbunden ist.

v. l. n. r.: Uta Sonnenberger, Schulleiterin des Gymnasium Lohmar; Vorstandsmitglieder der BürgerStiftungLohmar: Susanne Deisenroth, Reiner Krämer, Renate Krämer, Vorsitzende; Gabriele Willscheid, Geschäftsführerin; Dr. Johannes Bolten; Joachim Schwellenbach; Claudia und Michael Buchwald, Eltern der Stipendiatin; Ursula Schulz, Großmutter der Stipendiatin; Mitte des Bildes: Laura Michaela Buchwald, Stipendiatin 2017 (Foto Morich)
v. l. n. r.: Uta Sonnenberger, Schulleiterin des Gymnasium Lohmar; Vorstandsmitglieder der BürgerStiftungLohmar: Susanne Deisenroth, Reiner Krämer, Renate Krämer, Vorsitzende; Gabriele Willscheid, Geschäftsführerin; Dr. Johannes Bolten; Joachim Schwellenbach; Claudia und Michael Buchwald, Eltern der Stipendiatin; Ursula Schulz, Großmutter der Stipendiatin; Mitte des Bildes: Laura Michaela Buchwald, Stipendiatin 2017 (Foto Morich)

Freilich ist eine Bestnote auf dem Abiturzeugnis zunächst die unabdingbare Voraussetzung für das Stipendium, das die Stiftung jetzt zum 12. Mal vergeben hat. Eine Eins vor dem Komma, betonte Stiftungsvorsitzende Renate Krämer, sei schon eine großartige Leistung. Bei Laura Buchwald ist sie indes nur die Spitze des Eisbergs. Mehr noch beeindruckte Laudator Joachim Schwellenbach die „Zielstrebigkeit“ der Stipendiatin. Mit Blick auf ihren Berufswunsch hat sie ihr Schülerpraktikum im Zentrallabor der saarländischen Universitätsklinik in Homburg absolviert und natürlich auch die Leistungskurse am Lohmarer Gymnasium passgenau ausgewählt und im Fach Chemie gleich einen Volltreffer gelandet: Die Gesellschaft Deutscher Chemiker würdigte ihre Fachkenntnisse mit einem Preis, Auch dass Laura Buchwald ihr Abitur bilingual, das heißt auf Deutsch und Englisch, absolvierte, hat mit ihrem Ziel zu tun. Denn das Masterstudium in Biochemie verläuft ausschließlich auf Englisch, weshalb die junge Lohmarerin wiederum ganz konsequent einen einjährigen Aufenthalt an der Terra Nova High School in Pacifica/USA einlegte, Und ganz nebenbei nahm sie sich auch noch Zeit für ihre Mitmenschen. Ehrenamtlich hat sie in Amerika in der Suppenküche geholfen, sie erteilte regelmäßig Nachhilfestunden und war sechs Jahre Messdienerin in der Pfarrgemeinde Neuhonrath.

Schon auf ihre bisherigen Leistungen könne sie wirklich stolz sein, meinte denn auch Gabriele Willscheid. Die Geschäftsführerin der Bürgerstiftung überreichte gemeinsam mit der Vorsitzenden Urkunde und Blumen an die glückliche Stipendiatin. Die finanzielle Unterstützung, versicherte die junge Dame, ermögliche es ihr, „meine ganze Aufmerksamkeit und Zeit voll und ganz auf mein Studium zu richten“, obschon die Fachliteratur für Biochemie sehr kostspielig sei.

Noch lange wurde bei einem leckeren Mittagessen auf Schloss Auel, bei dem natürlich auch die stolzen Eltern Claudia und Michael Buchwald sowie die nicht minder stolze Oma Ursula Schulz dabei waren, erzählt und diskutiert. Und dann ging’s für Laura Buchwald sozusagen wieder auf die Strecke zum Ziel. Seit dem Wintersemester absolviert sie an der Uni Köln ein Bachelor-Studium in Biochemie, danach soll ein Masterstudium ebenfalls in Köln folgen und schließlich die Doktorarbeit. Als spätere Wissenschaftlerin könne sie sich vorstellen in der Mikrobiologie, speziell der Bakteriologie und Virologie Krankheitserreger, deren Ursprünge und Mutationen zu erforschen oder in einem Pharmaunternehmen neue Impfstoffe zu entwickeln. Laura Buchwald: „Mein großer Wunsch ist es, mit meiner Arbeit möglichst vielen Menschen helfen zu können.“

Dass sie es schaffen wird, ist für Renate Krämer keine Frage: Von den elf bisherigen Stipendiatinnen und Stipendiaten hätten viele ihr Studium bereits „mit Bravour“ abgeschlossen, die anderen seien auf der Zielgeraden.



Platt mit Punsch und Knubbele

Ihre „Fremdsprachenkenntnisse“ konnten die Stifterinnen der BürgerStiftungLohmar an der Punschbud von „Saach hür ens“ auf dem Weihnachtsmarkt im Lohmarer Kirchdorf vertiefen.
Freilich nicht in Englisch, Spanisch oder Französisch, sondern in rheinischer Mundart.

v. l. n. r.: Angelika Otto, Saach hür ens; Anett Still, BürgerStiftungLohmar; Marcel Otto, Doris Hochschild, beide Saach hür ens; Gabriele Willscheid, BürgerStiftungLohmar; Gerd Moos, 2. Vorsitzender Saach hür ens und Erwin Rußkowski, 1. Vorsitzender Saach hür ens
v. l. n. r.: Angelika Otto, Saach hür ens; Anett Still, BürgerStiftungLohmar; Marcel Otto, Doris Hochschild, beide Saach hür ens; Gabriele Willscheid, BürgerStiftungLohmar; Gerd Moos, 2. Vorsitzender Saach hür ens und Erwin Rußkowski, 1. Vorsitzender Saach hür ens

Den Dialekt, der ein wenig in Vergessenheit geraten ist, will der Verein bekanntlich an die Jugend weitergeben, womit er bei der BürgerStiftungLohmar offene Türen einrennt. Die Mundart, meint Gabriele Willscheid, stifte bei der Jugend Identifikation mit der Heimat und den Wurzeln ihrer Vorfahren. Deshalb sei es für die BürgerStiftungLohmar, so deren Geschäftsführerin, ein Anliegen, „Sach hür ens“ unter die Arme zu greifen. Zusammen mit Stifterin Annett Still überreichte Gabriele Willscheid dem Vereinsvorsitzenden, Erwin Rußkowski, dann auch einen Spendenscheck in Höhe von 250 Euro. Mit dem Geld wolle der Verein Sachpreise für eine Tombola kaufen, ohne die wiederum die große Kostümsitzung kaum zu finanzieren wäre, erläuterte Erwin Rußkowski. Zwar präsentieren sich bei der Karnevalssitzung am 27.Januar in der Jabachhalle, wie in den Jahren zuvor, begabte Eigengewächse des Vereins, daneben hat Rußkowski aber auch wieder Spitzenkräfte des rheinischen Fastelovends verpflichtet, so beispielsweise die „Appelsinefunke“, wie sich die Nippeser Bürgerwehr nennt. Die Karnevalsstars sind natürlich nicht umsonst zu haben. Doch um den Eintrittspreis dennoch attraktiv zu halten, wirbt „Saach hür ens“ gleichzeitig mit einer Tombola.

„Da simmer dabei“, meinten Gabriele Willscheid und Anett Still und prosteten Rußkowski und seinem Team mit Apfelpunsch zu. Ihr Platt kam ihnen freilich noch mit „Knubbele“ über die Lippen. Aber das kann ja noch werden.



Waldspielgruppe freut sich über Zuschuss der BürgerStiftungLohmar

Husten, Schnupfen, Heiserkeit? In den Kindergärten grassiert die erste Erkältungswelle, nicht aber bei den „Wanderraupen“. Ob es stürmt oder schneit, die Steppkes der Lohmarer Waldspielgruppe sind bei Wind und Wetter draußen in der Natur. Und das härtet ab. Dick und vor allem wasserfest eingepackt, tummelten sich die Kleinen – von denen die jüngsten gerade mal zwei Jahre alt – sind, im Unterholz, just als eine kleine Abordnung der BürgerStiftungLohmar auftauchte.

hinten v. l. n. r.: Janine Fischenich-Krüger, Erzieherin; Torsten Schulz mit Tochter, Vater; Gabriele Willscheid, und Oliver Mülln, beide BürgerStiftungLohmar; Jeanette Münnemann, Erzieherin; vorne: Kinder der Waldspielgruppe
hinten v. l. n. r.: Janine Fischenich-Krüger, Erzieherin; Torsten Schulz mit Tochter, Vater; Gabriele Willscheid, und Oliver Mülln, beide BürgerStiftungLohmar; Jeanette Münnemann, Erzieherin; vorne: Kinder der Waldspielgruppe

Während die Dreikäsehochs das glitschige Laub auf dem steilen Hang, nahe Lohmar-Ellhausen, zu einer fröhlichen Rodelpartie auf dem Hosenboden nutzten, geriet für die Geschäftsführerin der BürgerStiftungLohmar der Waldspaziergang allerdings zu einem Balanceakt. Gleichwohl schafften es Gabriele Willscheid und Oliver Mülln, Stifter der BürgerStiftungLohmar, den großen symbolischen Spendenscheck unversehrt an die Erzieherinnen Jeanette Münnemann und Janine Fischernich-Krüger zu überreichen. Auf 250 Euro war der Scheck ausgestellt. Die Finanzspritze dient als Zuschuss für die Anschaffung einer Gitarre. Was übrig bleibt kommt in die Spardose für den neuen Wohnwagen. Beides ist mittlerweile nämlich in die Jahre gekommen - die Gitarre mehr als nur verschnupft, der alte Wohnwagen etwas marode. Doch beides brauchen die Wanderraupen. Denn wenn es dann mal wie aus Eimern schüttet, bietet ihnen der Wohnwagen Unterschlupf, und das Saiteninstrument ist wichtiger Bestandteil der musikalischen Führerziehung.

„Für Musik ist es nie zu früh“, meinte denn auch Gabriele Willscheid und fügte hinzu, „die BürgerStiftungLohmar unterstützt immer wieder gern die Wanderraupen.“ Das Konzept der Waldspielgruppe, die an fünf Tagen in der Woche vormittags den Kindern Natur und Musik näherbringt, sei geradezu einzigartig. Darüber staunte auch Oliver Mülln, dessen VR-Bank ebenfalls Stifterin ist. Und auch Torsten Schulz, der mit seinem zweijährigen Töchterchen bei der Spendenübergabe zufällig dabei war, kann sich keine bessere Betreuung für seine Meena vorstellen.
Das fröhliche Lärmen der Kinder bestätigte diese Einschätzung. Zum Dank für die Spende sangen sie das Lied vom Apfelbaum, den sie mit einer Leiter erklimmen wollten. Diesmal a cappella, demnächst wieder mit Gitarrenbegleitung.



Kinder sowie Seniorinnen und Senioren können sich freuen

Nicht nur viele Kinder freuen sich ganz besonders über ein kleines Weihnachtsgeschenk, sondern auch viele Seniorinnen und Senioren, die mit einer schmalen Rente auskommen müssen, schlägt das Herz höher, wenn sie ein liebevoll verpacktes Geschenk oder einen weihnachtlichen Blumenstrauß erhalten.

Auch in diesem Jahr will die BürgerStiftungLohmar rund 100 Kindern und 50 Seniorinnen und Senioren zu einem schönen Weihnachtsgeschenk im Wert von 25 Euro verhelfen.
Die Stifterinnen und Stifter hängen für die Seniorinnen und Senioren die Wunschzettel in den Weihnachtsbaum, sammeln die Geschenke ein und bringen sie anschließend persönlich zu den Seniorinnen und Senioren.

Wunschbaumaktion der BürgerStiftung Lohmar
Foto: Archiv

Für die Kinder bleibt alles in schöner Tradition:

100 Lohmarer Kinder im Alter von 2 bis 12 Jahren aus Familien, denen es zurzeit finanziell nicht ganz so gut geht, sind wieder eingeladen, ihre Wünsche auf Wunschzetteln in den Christbaum auf dem Rathausvorplatz zu hängen, damit auch sie ein schönes Weihnachtsfest erleben. Viele der Kinder kommen aus Asylbewerberfamilien, die aus Kriegs- oder Krisengebieten nach Deutschland geflüchtet sind. Viele ihrer Verwandten und Freunde leben noch in den Krisengebieten.

Am Freitag, 1. Dezember, 17:00 Uhr, findet die Auftaktveranstaltung auf dem Rathausvorplatz statt.

Bürgerinnen und Bürger, die den Kindern eine Weihnachtsfreude bereiten wollen, nehmen einen oder mehrere Wunschzettel ab, kaufen das Geschenk im Wert von bis zu 25 Euro und geben es bis zum 13. Dezember bei der Geschäftsführerin der BürgerStiftungLohmar, Frau Gabriele Willscheid, im Rathaus, Zimmer 105, ab.

Kurz vor Weihnachten erfolgt die Bescherung. Die Stifterinnen und Stifter der BürgerStiftungLohmar verteilen die liebevoll verpackten Geschenke an die Kinder am Donnerstag, 21. Dezember, 15:00 bis 17:00 Uhr im schön geschmückten Sitzungssaal des Rathauses.

Den Seniorinnen und Senioren werden die Geschenke mit der nötigen Diskretion nach Absprache zu Hause persönlich von den Stifterinnen und Stiftern oder den Seniorengruppenleiter/-innen überreicht.

Kinder, Eltern und alle, die sich von dem stimmungsvollen vorweihnachtlichen Bild rund um den Weihnachtswunschbaum und der Atmosphäre verzaubern lassen wollen, sind zu beiden Veranstaltungen herzlich eingeladen. Der Lohmarer Chor FRICHOLO wird mit adventlichen Liedern für den stimmungsvollen Rahmen sorgen.



v. l. n. r.: Jürgen Latus, Vorsitzender des MGV „Frohsinn“ Höffen; Helmut Otto, Kuratoriumsvorsitzender und Gabriele Willscheid, Geschäftsführerin der BürgerStiftungLohmar
v. l. n. r.: Jürgen Latus, Vorsitzender des MGV „Frohsinn“ Höffen; Helmut Otto, Kuratoriumsvorsitzender und Gabriele Willscheid, Geschäftsführerin der BürgerStiftungLohmar
Mitglieder des MGV „Frohsinn“ Höffen
Mitglieder des MGV „Frohsinn“ Höffen

Die Stimmbänder wollen mit Bier geölt, der Resonanzkörper mit deftiger Kost gefettet werden, das weiß Helmut Otto genau. Der Kuratoriumsvorsitzende der BürgerStiftungLohmar ist ein Freund des Chorgesangs und ein leidenschaftlicher Fan des Männergesangvereins „Frohsinn“ Höffen. Und so spendierte er den „berühmten Sängern“, wie er witzelte, vor der Chorprobe für das anstehende Herbstkonzert ein kalorienreiches Abendessen.

Des Weiteren hatte er zusammen mit Gabriele Willscheid, der Geschäftsführerin der BürgerStiftungLohmar, einen Spendenscheck über 500 Euro mitgebracht. Das Geld ist Teil der stolzen Summe, die im Sommer die Geburtstagsgäste von Helmut Otto zu seinem 80. Geburtstag der BürgerStiftungLohmar gespendet hatten. Statt Geschenken hatte sich der Jubilar Spenden für „seine“ Stiftung gewünscht und sich 500 Euro davon zweckgebunden für den Männerchor erbeten.

Bei der Geschäftsführerin rannte Helmut Otto mit seinem Wunsch offene Türen ein, denn sie hatte das Ständchen der Männer von Höffen noch in bester Erinnerung: Das sei unter den vielen Programmpunkten beim großen Geburtstagsfest „Wer kütt, der kütt“ ein Highlight gewesen, lobte Gabriele Willscheid und schwärmte nicht nur von der Sangeskunst, sondern auch von dem tollen Gemeinschaftsgeist der fröhlichen Sängerschar um den Vorsitzenden Jürgen Latus. „Wir haben schon tolle Menschen in unserem Lohmar“, stellte die Geschäftsführerin fest und fügte hinzu, „so etwas muss man einfach unterstützen.“ Das hörte der MGV-Vorsitzende natürlich gern. Er bedankte sich für die großzügige Spende, mit der er neues Notenmaterial anschaffen wolle. Denn der Chor erlebt derzeit eine Verjüngungskur und erweitert auch sein Repertoire unter anderem mit Popsongs.

Helmut Otto zu Ehren eröffnete „Frohsinn“ die Chorprobe allerdings mit einem alten Volkslied, von der kleinen Müllerin, die in ihrer kleinen Mühle allzu gerne Wanderer und Jägersleut offenherzig empfängt. Das ist offenbar Helmut Ottos Lieblingslied, denn Text und Melodie beherrscht er aus dem Effeff. Und so stimmte er kräftig mit ein in den Gesang.

Mehr davon gibt es beim Konzert am Samstag, 18. November 2017, ab 18:00 Uhr, im Saal der Gaststätte „Auf dem Berge“ in Lohmar-Höffen – und künftig immer am 13. Juli, wenn Helmut Otto in seinem Naafs-Häuschen unter dem Motto „Wer kütt, der kütt“ Geburtstag feiert. „Wir sind dabei“, versprach Jürgen Latus schon mal für die nächsten 20 Jahre.



v.l.n.r. hinten Susanne Salomon, Naturschule Aggerbogen; BürgerStiftungLohmar: Gabriele Willscheid, Ute Clever; Naturschule Aggerbogen: Petra Hammes und Dr. Manuela Giannetti, vorn Carolin Wiemer, Erzieherin Jabachkindergarten mit Vorschulkindern
v.l.n.r. hinten Susanne Salomon, Naturschule Aggerbogen; BürgerStiftungLohmar: Gabriele Willscheid, Ute Clever; Naturschule Aggerbogen: Petra Hammes und Dr. Manuela Giannetti, vorn Carolin Wiemer, Erzieherin Jabachkindergarten mit Vorschulkindern

Beiß nicht gleich in jeden Apfel, empfahl einst Schlagersängerin Wencke Myhre. Aber aufschneiden sollte man die Frucht und gucken, was da so alles drinsteckt. Kerne vor allem, aber manchmal auch ein Würmchen - etwa wenn der Apfel von der Streuobstwiese aufgelesen wurde. Diese Erfahrung machten die Kinder der Jabach-Kita bei einem Workshop in der Naturschule Aggerbogen – just als eine Delegation der BürgerStiftungLohmar vorbeischaute. Begeistert erzählten die Kleinen den Gästen von ihren ersten Forschungsergebnissen und bestätigten die Einschätzung von Gabriele Willscheid. „Nur was man kennt, weiß man zu schätzen und zu schützen“, sagte die Geschäftsführerin der Bürgerstiftung mit Blick auf die wertvolle Arbeit der Naturschule unter Leitung von Dr. Manuela Giannetti. Weil es nie zu früh sei, die Liebe zur Natur und zur Umwelt zu wecken, so Willscheid, unterstütze die Bürgerstiftung immer wieder gern die Arbeit der Naturschule.

Diesmal gab’s einen Zuschuss von 200 EUR für die neue Auflage des „Forscher-Rucksack“. Damit können die Kinder mit ihren Eltern sozusagen auf Safari gehen, nicht auf Elefanten- aber auf Blattlaus-Safari. Mit einer Becherlupe kann der Forschernachwuchs winzige Pflanzenteile und Kleinstlebewesen genau betrachten. Außerdem stecken in dem Rucksack ein Multifunktionswerkzeug, Taschenlampe, Kompass, Trinkflasche, Karabiner sowie Bestimmungshilfen und Wanderkarten für die Gegend um Lohmar, das Naafbachtal und den Aggerbogen. Wichtig aber, meint Dr. Manuela Giannetti seien vor allem die Anleitungen zum Forschen, Spielen und Experimentieren, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Naturschule sorgfältig zusammengestellt und erprobt wurden. „Super“, meinte Gabriele Willscheid, „einen solchen Rucksack könnte ich gut für meine Sonntagsspaziergänge brauchen.“

Kein Problem: Für 29,95 EUR ist der Forscherrucksack in der Naturschule erhältlich – aber nur so lange der Vorrat reicht.



In diesem Jahr zeichnet die BürgerStiftungLohmar zum ersten Mal ein Team aus: „Lohmars Top-Azubi 2017“ sind Chiara Lüttge, Nick Scheffler und Julian Rauß, drei Auszubil-dende der GKN Walterscheid GmbH.
Alle drei sind 19 Jahre alt und absolvieren ihre Ausbildung zur Industriekauffrau bzw. zum Industriekaufmann.

In den Räumen des Ausbildungsbetriebes überreichte Renate Krämer, Vorsitzende der BürgerStiftungLohmar, Urkunden und für jeden einen Scheck über 250 Euro.

vorne v. l. n. r. : Julian Rauß und Chiara Lüttge, beide TOP-Azubi 2017; Gabriele Willscheid, Geschäfts-führerin BürgerStiftungLohmar;
hinten: Norbert Fielenbach, Personalleiter; Justus Vollhand, Geschäftsführer; Andrea Heinen, kfm. Ausbildungsleiterin, alle GKN Walterscheid GmbH; Renate Krämer, Vorsitzende BürgerStiftungLohmar (Foto: Bröhl)
vorne v. l. n. r. : Julian Rauß und Chiara Lüttge, beide TOP-Azubi 2017; Gabriele Willscheid, Geschäftsführerin BürgerStiftungLohmar;
hinten: Norbert Fielenbach, Personalleiter; Justus Vollhand, Geschäftsführer; Andrea Heinen, kfm. Ausbildungsleiterin, alle GKN Walterscheid GmbH; Renate Krämer, Vorsitzende BürgerStiftungLohmar (Foto: Bröhl)

Andrea Heinen, Ausbilderin von Frau Lüttge sowie den Herren Scheffler und Rauß hatte alle drei zu „Lohmars Top-Azubi“ vorgeschlagen und sich bei der BürgerStiftungLohmar beworben.

„Besondere Leistungen, Engagement oder kreative Einfälle für das Unternehmen“, erläutert die Geschäftsführerin der Stiftung, Gabriele Willscheid, „sind Kriterien für die Auszeichnung.“ Gleichzeitig soll dem jeweiligen Ausbildungsbetrieb für dessen Engagement in der Nachwuchsförderung gedankt und andere Betriebe motiviert werden, in den beruflichen Nachwuchs zu investieren.

Zu der Teamauszeichnung in diesem Jahr hat sich die BürgerStiftungLohmar entschieden, da die Auszubildenden die beeindruckenden Leistungen gemeinsam erbracht haben.

„Die Auszubildenden des ersten Lehrjahres führen in Zusammenarbeit mit den gewerblich-technischen Auszubildenden des dritten Lehrjahres eine eigenständige Übungsfirma bei der GKN Walterscheid GmbH, die ÜFA 32“, schildert der Personalleiter, Norbert Fielenbach. „Die ÜFA32 arbeitet mit eigenem Kapital und eigenen Beständen und muss sich am Markt behaupten. Der erwirtschaftete Gewinn wird am Ende des Wirtschaftsjahres gespendet und die Übungsfirma ist in diesem Jahr auf dem besten Weg, mit den selbst entwickelten und produzierten Teelichthaltern eine Rekordsumme zu erzielen.“

Die Ausbilderin, Frau Andrea Heinen, lobte die drei Auszubildenden in den höchsten Tönen. „Alle arbeiten besonders teamorientiert, sorgfältig und präzise. Sie halten Vorträge auf Messen, beim GKN Vorstand aus England oder beim NRW Staatssekretär.

Mit ihremvorbildlichen Umgang und der freundlichen Art gegenüber Kunden, Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen werden alle drei gleichermaßen geschätzt und es macht Spaß mit ihnen zu arbeiten.“

„Ein guter Teamgeist ist nicht nur in der Arbeitswelt Grundvoraussetzung für einen nachhaltigen Erfolg und deshalb freuen wir uns besonders, dass wir erstmals ein Team auszeichnen“, erklärte Gabriele Willscheid.

Die BürgerStiftungLohmar zeichnet bereits zum siebten Mal „Lohmars Top-Azubi“ aus. Damit sollen neben dem Studienstipendium auch junge Menschen gefördert und motiviert werden, die sich für einen Lehrberuf entschieden haben.

„Eine Ausbildung von Nachwuchskräften kostet viel Zeit und persönliches Engagement“, so Renate Krämer, „und wir danken den Ausbilderinnen und Ausbildern ganz besonders für die hervorragende Arbeit.“



12. Studienstipendium von der BürgerStiftungLohmar

Die BürgerStiftungLohmar fördert auch in diesem Jahr wieder eine Abiturientin oder einen Abiturienten des Lohmarer Gymnasiums mit einem Studienstipendium in Höhe von 2.000 Euro.
Die Auszahlung erfolgt in vier gleichen Raten, jeweils zu Beginn eines Semesters.

Bewerben können sich alle Absolventinnen und Absolventen, die eine Abiturnote von 1,9 oder besser erreicht haben oder die eine besonders herausgehobene Einzelleistung nachweisen können.
Neben den schulischen Leistungen werden auch die Sozialkompetenzen und beispielsweise ein ehrenamtliches Engagement bei der Auswahlentscheidung berücksichtigt.

Die BürgerStiftungLohmar hat zwischenzeitlich 11 Studentinnen und Studenten mit dem Studienstipendium ausgezeichnet. Die Studiengebiete sind so breit gefächert wie die Studienorte. Sie umfassen u.a. Lehramtsstudiengänge, Medizin, Psychologie, Maschinenbau und Logistik. Die Stipendiaten/-innen geben regelmäßig ein Feedback über ihre Studienerfolge.

Fragen zum Stipendium werden gern unter der Telefonnummer 02246 15-115 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! beantwortet. Die Bewerbungsformulare und die Richtlinien können von der Homepage www.buergerstiftunglohmar.de heruntergeladen werden.

Bewerbungen richten Sie bitte bis zum 15. Oktober 2017 an
Frau Gabriele Willscheid, Geschäftsführerin der BürgerStif-tungLohmar, Rathausstraße 4, 53797 Lohmar.



Anzeige

Gerd Streichardt: Die Geschichte von Wahlscheid   Erwin Rußkowski: Uss dem Levve   Lohmarer Sagen und Geschichten   Naturerlebnisse in der Wahner Heide und Umgebung: Fotografiert von Georg Blum    Hans Heinz Eimermacher: Reber ermittelt ...: Kleinstadtkrimis   Der Lohmarer Erbenwald: Zur Geschichte des im Jahr 1144 erwähnten Forstes   Baudenkmäler der Stadt Lohmar: Erläuterungen, Besonderheiten

Nächste Termine

Anzeige